Geschrieben in der ersten Februarhälfte 1864.
Aus dem Englischen.
["Manchester Guardian" vom 16. Februar 1864]
An den Redakteur des "Manchester Guardian"
Sir, es sind höchst absurde Berichte im Umlauf über die relative Stärke der kämpfenden Armeen im Dänischen Krieg. Es wird allgemein angenommen, daß im Verhältnis ein Däne auf mindestens drei Deutsche komme, die Deutschen also zahlenmäßig überlegen seien. Um zu zeigen, wie wenig das mit den Tatsachen übereinstimmt, schlage ich vor, eine detaillierte Aufstellung über die Stärke jeder Armee zu bringen, wenigstens soweit es die Infanterie betrifft; denn über die Kavallerie und Artillerie präzise Informationen zu erhalten, wäre gegenwärtig sehr schwer.
Vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten hatten die Dänen folgende Truppen in Schleswig:
Nicht einberechnet sind dabei mehrere Linien- und Reservebataillone, die in den ersten Februartagen nach Schleswig geschickt wurden, über die jedoch keine Einzelheiten zu erfahren sind.
Die Österreicher haben das 6. Armeekorps zum Kriegsschauplatz geschickt, das aus folgenden Truppen besteht:
|
Bataillone |
||
|
Brigade des Generals Gondrecourt: |
||
|
Infanterieregiment König von Preußen |
3 |
|
|
Infanterieregiment Freiherr Martini |
3 |
|
|
Feldjäger-Bataillon Nr. 18 |
1 |
|
|
Brigade des Generals Nostitz: |
||
|
Infanterieregiment König der Belgier |
3 |
|
|
Infanterieregiment Großherzog von Hessen |
3 |
|
|
Feldjäger-Bataillon Nr. 9 |
1 |
|
|
Brigade des Generals Tomas: |
||
|
Infanterieregiment Graf Coronini |
3 |
|
|
Infanterieregiment Prinz Holstein |
3 |
|
|
ein Jäger-Bataillon, Nummer nicht angegeben |
1 |
|
|
Brigade des Generals Dormus: |
||
|
Zwei Infanterieregimenter und ein Bataillon Feldjäger, Nummern und Namen nicht angegeben |
7 |
|
|
Insgesamt Bataillone |
28 |
|
|
oder 800 Mann je Bataillon (was für die gegenwärtige Organisation der österreichischen Armee hoch geschätzt ist) |
22.400 Mann |
|
|
Kavallerie, etwa |
2.000 Mann |
|
|
Artillerie, etwa |
2.600 Mann |
|
|
Insgesamt etwa |
27.000 Mann |
|
Die Preußen haben das folgende Kontingent entsandt:
|
1. Das kombinierte Armeekorps des Prinzen Friedrich Karl: |
||
|
Sechste Division: |
Bataillone |
|
|
11. Brigade, 20. und 60. Regiment |
6 |
|
|
12. Brigade, 24. und 64. Regiment |
6 |
|
|
Außerdem das 35. leichte Infanterieregiment |
3 |
|
| Dreizehnte Division: | ||
|
25. Brigade, 13. und 53. Regiment |
6 |
|
|
26. Brigade, 15. und 55. Regiment |
6 |
|
|
7. Jäger-Bataillon |
1 |
|
|
2. Gardedivision, General Mülbe: |
||
|
1. Brigade, 3. und 4. Garde zu Fuß |
6 |
|
|
2. Brigade, 3. und 4. Gardegrenadiere |
6 |
|
|
Gardejäger |
1 |
|
|
41 |
||
|
oder 800 Mann je Bataillon |
32.800 Mann |
|
|
Kavallerie |
3.000 Mann |
|
|
Artillerie |
3.000 Mann |
|
|
38.800 Mann |
||
|
Mit den Österreichern |
27.000 Mann |
|
|
Gesamtstärke der Verbündeten |
65.800 Mann |
|
Das sind weniger als zwei Soldaten der Verbündeten auf einen Dänen. Wenn die Stärke der dänischen Verteidigung beim Dannevirke, bei Düppel und bei Fredericia in Betracht gezogen wird, ist eine solche zahlenmäßige Überlegenheit nicht größer als man benötigt, um den Erfolg zu sichern. Es ist fast genau das gleiche Verhältnis des Übergewichts, wie es Wellington und Blücher 1815 über Napoleon hatten.
F. E..